Alter(n) in der alternden Gesellschaft. Eine soziologische by Frank Thieme

By Frank Thieme

Die Gesellschaft, genauer Politik und Medienschaffende, haben das "Alter" entdeckt. Das challenge: Seit vierzig Jahren sinken in Deutschland die Geburtenzahlen und verharren auf einem so niedrigen Niveau, dass der Bestand der Bevölkerung gefährdet ist. Das Verhältnis von Leistungsträgern und Leistungsempfängern gerät aus dem Lot. Das Buch will informieren über die Ursachen und Folgen des Alters und des Alterns - der Menschen und der Gesellschaft -, über Lebenslagen, körperlichen und geistigen Altersabbau und die Möglichkeiten 'erfolgreichen Alterns', ebenso über Bedingungen des Sterbens und des Umgangs mit dem Tod.

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Jahrhunderts lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland bei etwa vierzig Jahren7. Menschen im Alter von siebzig oder achtzig Jahren waren seltene Ausnahmen. Einfluss der äußeren Erscheinung und der physisch/psychischen Fitness Immer hat die körperliche und geistige Verfassung des Menschen erheblichen Einfluss auf die Zuschreibung des Altersstatus. Für Frauen in traditional geprägten Gesellschaften hat der Beginn des Klimakteriums den Beginn der Altersphase dargestellt (Lehr 1987, s.

Die Moral der Grimm- 2 Wege zur Alter(n)sforschung 31 waren neben der Möglichkeit, dass hohes Alter Ansehen und Privilegien vermitteln konnte, Nutzlosigkeit und Überflüssigkeit, mithin das ganze Elend des Verfalls mit dem Alter verbunden (Förster 1998; Ganzmann 2002; Münzel 1998). Relativität des Alters Die Wahrnehmung von Alter steht – wie wir alle fast täglich aufs Neue erfahren – in Beziehung zum eigenen aktuellen Lebensalter. So wird ein Fünfzehnjähriger einen Vierzigjährigen für alt halten, sich aber zu einem späteren Zeitpunkt – selbst in diesem Alter angekommen – als jung einschätzen.

Jahrhunderts zu gelingen. 1889 verbreitete der Neurologe und Physiologe Charles Edouard Brown-Sequard (1817-1894) – nach Selbstversuchen – die Auffassung, dass mittels der Injektion eines aus tierischen Hoden gewonnenen Saftes eine Verjüngung des Menschen erreichbar sei. Seit 1920 sorgten der Wiener Physiologe Eugen Steinacher (1861-1944) und der in Russland geborene, nach Frankreich immigrierte Gynäkologe und Chirurg Samuel Abramowitsch Voronoff (1866-1951) für Aufsehen mit zwei voneinander verschiedenen Verfahren zur geistigen und körperlichen Verjüngung.

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