Ökologischer Ausgleich und Biodiversität by Prof. Dr. Bruno Baur, PD Dr. Andreas Erhardt, Prof. Dr.

By Prof. Dr. Bruno Baur, PD Dr. Andreas Erhardt, Prof. Dr. Klaus C. Ewald, Dr. Bernhard Freyer (auth.)

Die Intensivierung der Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden führte in den vergangenen 50 Jahren zu einer Verarmung der Biodiversität in mitteleuropäischen Landwirtschaftsgebieten. Durch landeseigene Gesetze und mit der Ratifizierung der Konvention über die biologische Vielfalt (Agenda 21) ist die Schweiz verpflichtet, Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität zu treffen. Als eine dieser Massnahmen wurden ökologische Ausgleichsflächen eingeführt, mit denen die natürliche Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet gefördert werden sollte. Die Bewirtschafter erhalten für bestimmte Arten von ökologischen Ausgleichsflächen finanzielle Entschädigungen, während der Unterhalt von anderen ökologischen Ausgleichsflächen und Landschaftsstrukturelemente vom Bund nicht unterstützt wird. Anhand von veröffentlichten wissenschaftlichen Studien wird die Bedeutung der verschiedenen Arten von ökologischen Ausgleichsflächen und Landschaftsstrukturelementen für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität untersucht und mit der heutigen Entschädigungspraxis verglichen. Mit dieser Arbeit wird die Grundlage für eine objektive Beurteilung und Überprüfung der bestehenden Ausgleichsbeiträge geschaffen. Änderungen in den finanziellen Entschädigungen werden vorgeschlagen, damit die natürliche Arten- und Strukturvielfalt im Landwirtschaftsgebiet besser gefördert werden kann.

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Der Insektenreichtum blütenreicher Flächen trägt zur Bestäubung von nahegelegenen Obstkulturen bei (Staatsinstitut für Schulpädagogik, 1987). • Raubinsekten aus Extensivweiden jagen Schädlinge der Kulturfläche (Staatsinstitut für Schulpädagogik, 1987). , 1991). • Alte Flurnamen wie Ätz, Heide, Trift, Tratten usw. zeugen von der ehemals weiten Verbreitung von Wildgrasfluren und beweideten Magerrasen. Diese sind ein wichtiger Teil der Kultur- und Landschaftsgeschichte (Staatsministerium für Schulpädagogik, 1987).

In: Arten- und Biotopschutz (Hrsg. G. Kaule), pp. 236-239. Ulmer Verlag, Stuttgart. Höll, N. & Breunig, T. ) (1995) Biotopkartierung Baden-Württemberg. Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe. Kaule, G. (1986) Arten- und Biotopschutz. Ulmer Verlag, Stuttgart. Klötzli, F. (1969) Die Grundwasserbeziehung der Streu- und Moorwiesen im nördlichen schweizerischen Mittelland. Beiträge geobotanische Landesaufnahme der Schweiz, Heft 52. Verlag Hans Huber, Bern. Lepidopterologen-Arbeitsgruppe (1987) Tagfalter und ihre Lebensräume.

1996). Mit dem erhöhten Blütenangebot der Ackerschonstreifen wird die Dichte der Schwebfliegen (Syrphidae) erhöht (Kühner, 1988). Manche Schwebfliegenarten, beispielsweise die häufig vorkommenden Sphaerophoria scripta, Metasyrphus corollae und Episyrphus balteatus, produzieren mehrere Generationen pro Jahr und gehören deshalb zusammen mit den Marienkäfern (Coccinellidae) und den Schlupfwespen (lchneumonidae) zu den wichtigsten Prädatoren der Blattläuse (Weiss & Stettmer, 1991). • Florfliegen (Chrysopidae) und Spinnen (Araneae) als wichtige Blattlausvertilger können sich in Ackerschonstreifen entwickeln (Zeiner, 1988; Weiss & Stettmer, 1991).

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